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Seelsorgebereich Oberer Aischgrund:Minis gestalten gemeinsam die Welt

Der winkende Mini begrüßt alle Gäste zum Minitag in Vierzehnheiligen
Datum:
17. Okt. 2026
Von:
Tanja Saemann / Patricia Achter

Auch wir Minis aus dem Oberen Aischgrund waren bei den 600 dabei!

Aus dem Oberen Aischgrund haben 12 Ministrantinnen und Ministranten mit zwei Aufsichtspersonen am Minitag in Vierzehnheiligen teilgenommen. Schon die Anreise in den beiden BoniBussen war spaßig und die Aktivitäten im Kinder- und Jugendprogramm eine spannende, interessante und mitunter actionreiche Angelegenheit. Einzelheiten verrät der offizelle Pressebericht.
Schön, dass ihr Minis dabei wart!

Übrigens haben auch drei Jugendliche aus unserem Seelsorgebereich als ehrenamtliche Mitarbeitende zum Gelingen des Minitages beigetragen. Danke für euren Einsatz!

Diözesaner Tag der Ministrantinnen und Ministranten mit rund 600 Teilnehmenden

Bad Staffelstein. Es ist beeindruckend, wenn rund 450 Ministrantinnen und Ministranten in der Basilika Vierzehnheiligen dreimal hintereinander immer lauter den Schlachtruf „Mit! Mischen!“ rufen. Was ist hier los? Alle vier Jahre findet der diözesane Tag der Ministrantinnen und Ministranten im Erzbistum Bamberg statt – diesmal am 17. Oktober 2026. Mit Begleitpersonen, haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern haben insgesamt rund 600 Personen den Tag gemeinsam gestaltet. Unter dem Motto „Minis mischen mit – mit Weihrauch und Herz für eine Welt, die anders läuft“ sind die Teilnehmenden der Frage nachgegangen: „Was könnte in der Welt von heute anders laufen?" Bessere Gesundheitsversorgung, mehr Gleichberechtigung, bessere Bildung? 

Spiel, Spaß und Spiritualität zum Thema „Minis mischen mit“

„Das, was Papst Franziskus vor über zehn Jahren in seiner Enzyklika ‚Laudato si'‘ über die Erde als ‚unser gemeinsames Haus‘ gesagt hat, ist immer noch aktuell und fordert uns auch angesichts der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen heraus. Zusammen mit den Ministrantinnen und Ministranten haben wir darüber nachgedacht, wie wir dieser gemeinsamen Verantwortung für die Erde gerecht werden können“, erläutert Anja Baumer-Löw die Hintergründe. Die Referentin für Theologie und Spiritualität in der Jugendpastoral ist für den Diözesantag der Minis verantwortlich – gemeinsam mit Tobias Bienert, Referent für Ministrantenpastoral, der ergänzt: „Dieses Grundthema haben wir aufgegriffen und uns überlegt: Was können Minis tun, damit die Welt anders läuft? Uns ging es darum, dass sie etwas lernen, Spaß haben und sich als Teil einer großen Gemeinschaft erleben.“ 

Gleich zu Beginn des Tages um 10 Uhr führte der diözesane Ministranten-Arbeitskreis (Mini-AK) spielerisch in das Thema ein. Benedict Traub alias „Erdi“ aus dem Mini-AK ging verkleidet als Weltkugel auf aktuelle Herausforderungen ein wie Krieg, Naturkatastrophen – aber auch auf alltägliche Streitigkeiten auf dem Pausenhof. Alles hoffnungslos? Moderatorin Isabella Roppelt brachte eine Idee ein, wie man der Welt helfen könnte: „Alle Länder dieser Welt haben sich gemeinsam Gedanken gemacht, was man für ein gutes Leben braucht. Und daraus sind 17 Ziele entstanden, die für alle Menschen weltweit gelten sollen.“ 

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen umfassen unter anderem Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, Klimaschutz und nachhaltige Städte. Sie sind die Grundlage für das Veranstaltungsprogramm des Diözesantages. Mit dem Mottolied „Minis mischen mit“ von Barbara Großmann, gespielt von der Band Sinnergie, wurden die Teilnehmenden auf den Tag eingestimmt, bevor sie in Gruppen mit zehn bis 14 Personen eingeteilt wurden: die Acht- bis Zwölfjährigen fürs Kinderprogramm, die 13- bis 18-Jährigen fürs Jugendprogramm.

Ministrantinnen und Ministranten gestalten die Welt mit

30 Kindergruppen haben auf einer kleinen Grundplatte einen Teil einer nachhaltigen Stadt gestaltet, zum Beispiel ein Rathaus, eine Kläranlage oder eine Schule. Besonderes Material dafür wie Fahrräder oder Murmeln konnten die Gruppen an Spielstationen gewinnen, unter anderem beim Dosenwerfen, Kegeln oder Bierdeckel-Weitwurf. Alle Einzelplatten wurden in der Basilika zusammengefügt, sodass eine nachhaltige Modellstadt mit einer Gesamtfläche von 3,4 Quadratmetern entstand.

Währenddessen spielten die zwölf Jugendgruppen ein Planspiel. Sie gehörten als Gruppe jeweils einem fiktiven Land an, das mehrere Probleme hat. Um diese zu lösen, nahmen sie als Delegation an einer Innovationsmesse teil. An vier Ständen informierten sie sich über mögliche Innovationen für ihr Land, zum Beispiel über eine bessere öffentliche Gesundheitsversorgung. Die Gruppen entschieden, in welches Projekt sie investieren wollten – und verwirklichten das Projekt am Nachmittag in einem Kooperationsspiel. Teil der Aufgabe war es auch, eine Fahne für ihr Land zu gestalten, mit der sie in den Abschlussgottesdienst einzogen.

Die Fahnen und die Modellstadt in der Basilika zeigten anschaulich, was die Minis tagsüber erlebt und gestaltet hatten. „Erdi“ freute sich über die Ideen der Minis. Der Freude schloss sich Diözesanjugendpfarrer Gerd Richard Neumeier in seiner Predigt an: „Als Minis dient ihr im Altarraum, ganz nah bei Gott. Darauf könnt ihr stolz sein und darauf sind wir stolz. Ihr seid den Erwachsenen ein Beispiel: Jeder kann sich in der Kirche und in der Welt einbringen und sie mitgestalten.“ Zum Abschluss machte „Erdi“ mit den Teilnehmenden Selfies und signierte ihre Programmhefte.  

Diözesanjugendpfarrer Gerd Richard Neumeier plaudert mit „Erdi“
Blick auf die neue nachhaltige und sichere Stadt