Seelsorgebereich Ansbach Stadt und Land:Glaube erleben, Gemeinschaft stärken, Persönlichkeit entwickeln

Firmwochenenden 2026 im Seelsorgebereich Ansbach
Mitte / Ende Januar 2026 fanden im Seelsorgebereich Ansbach Stadt und Land zwei Firmwochenenden zur Vorbereitung auf die Firmung im Sommer statt. Rund 70 Jugendliche aus den beteiligten Pfarreien kamen an zwei Terminen zusammen, um sich intensiv mit ihrem Glauben, mit sich selbst und mit anderen auseinanderzusetzen. Die Wochenenden wurden von einem engagierten haupt- und ehrenamtlichen Team begleitet und fanden im EC-Freizeitheim Oschau statt.
Ein Wochenende mit Struktur, Raum und Begegnung
Der Ablauf der Firmwochenenden folgte einer klaren Struktur: Kennenlernen, thematische Einheiten, kreative und spielerische Zugänge, gemeinsame Freizeit sowie geistliche Impulse wechselten sich bewusst ab. Ziel war es, sowohl Gemeinschaft zu ermöglichen als auch persönliche Zugänge zu Glaubensthemen zu eröffnen.
Bereits zu Beginn zeigte sich, wie wichtig das gegenseitige Kennenlernen für die Jugendlichen war. Viele gaben später in der Auswertung an, dass gerade diese ersten Einheiten halfen, Hemmungen abzubauen und Vertrauen aufzubauen. Auch der gemeinsame Spieleabend, Filmangebote und freie Zeiten trugen wesentlich zu einer offenen und entspannten Atmosphäre bei.
Glaube verständlich, persönlich und lebensnah
Inhaltlich standen zentrale Themen der Firmung im Mittelpunkt: die eigene Identität, die Bedeutung des eigenen Namens, der Heilige Geist, die sieben Gaben des Geistes sowie die Frage „Wer ist Gott für mich?“. Diese Themen wurden nicht abstrakt vermittelt, sondern durch Gespräche, kreative Methoden, Filme, biblische Texte und praktische Übungen erfahrbar gemacht.
Besonders positiv bewertet wurden die Einheiten zu den Zeichen der Firmung sowie die Auseinandersetzung mit dem Heiligen Geist. Viele Jugendliche gaben an, dass sie hier Neues gelernt oder bestehende Vorstellungen vertieft haben. Über die Hälfte der Teilnehmenden berichtete, dass ihnen der Glaube nach dem Wochenende wichtiger geworden sei, und ein großer Teil bezeichnete die Firmung nun als bewusste eigene Entscheidung.
Gemeinschaft, die trägt
Ein zentrales Ergebnis beider Wochenenden ist die sehr positive soziale Erfahrung der Jugendlichen. Die große Mehrheit fühlte sich gut integriert, ernst genommen und wertgeschätzt. Viele berichteten, neue Freundschaften geschlossen zu haben – auch mit Jugendlichen, die sie vorher nicht kannten oder die „anders sind als ich“. Diese Offenheit und gegenseitige Akzeptanz wurde von den Jugendlichen ausdrücklich benannt.
Auch die Begleitung durch das Team erhielt durchweg sehr gute Rückmeldungen. Die Jugendlichen fühlten sich gesehen und unterstützt. Gleichzeitig zeigte die Auswertung, dass dort, wo Zeit und Raum für vertiefte Gespräche entstanden, diese als besonders wertvoll erlebt wurden – ein Hinweis darauf, wie wichtig persönliche Begegnung in der Firmarbeit ist.
Rückmeldungen ernst nehmen – Firmarbeit weiterentwickeln
Die Auswertungen der Jugendlichen bestätigen deutlich: Das Firmprojekt trägt. Die hohe Zustimmung zu Inhalten, Atmosphäre und Begleitung zeigt, dass die Grundkonzeption stimmt. Gleichzeitig werden die Rückmeldungen genutzt, um das Projekt kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Ein neuer Baustein ist dabei die Firm-App des Bonifatiuswerks, die in diesem Jahr erstmals zwischen den Firmwochenenden und der Firmung im Juni eingesetzt wird. Über diese App erhalten die Firmlinge maximal einmal pro Woche einen kurzen Impuls – etwa einen Text, ein Video, einen Podcast oder eine kleine Aufgabe. Außerdem werden dort alle relevanten Termine gebündelt dargestellt. Ziel ist es, die Jugendlichen auch zwischen den Präsenztreffen niedrigschwellig zu begleiten, ohne sie zu überfordern.
Sehr positiv bewährt hat sich zudem die frühe Ausgabe der Firmpässe. Gerade engagierte Firmlinge hatten ihre Nachweise bereits kurz nach den Wochenenden vollständig gesammelt. Die Projektverantwortlichen überlegen daher, den Firmpass künftig stärker auf Firmprojekte auszurichten und diesen bewusst mehr Raum zu geben, da das Interesse der Jugendlichen hier deutlich spürbar ist.
Ausblick: Firmarbeit als Teil lebendiger Jugendarbeit
Die Firmwochenenden 2026 zeigen eindrucksvoll, dass Firmvorbereitung mehr sein kann als ein Pflichtprogramm. Sie kann ein Ort sein, an dem Jugendliche Gemeinschaft erleben, Glaubensfragen stellen dürfen und sich persönlich gestärkt fühlen.
Im Blick auf die Zukunft bleibt die Firmarbeit spannend. Ziel ist es, Jugendliche nach der Firmung nicht aus dem Blick zu verlieren, sondern ihnen weiterhin Angebote zu machen – etwa durch Projekte, offene Treffen oder perspektivisch auch durch qualifizierte Schulungen wie die JuLeiCa. Auch neue Formate wie ein niedrigschwelliges „Grill & Chill“ kurz vor der Firmung sind in Planung.
So leisten die Firmwochenenden einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen im Seelsorgebereich Ansbach zu begleiten – auf ihrem Weg im Glauben und hinein in eine lebendige kirchliche Gemeinschaft.